Lasiu cf. niger

Name: Lasius cf. niger (Schwarze Wegameise)
Verbreitung: weltweitHerkunft: Deutschland
Königin: 8-10 mm
Arbeiterinnen: 3-5 mm

Haltungsparameter:

Fütterung: tote/lebende Insekten und Honig-/Zuckerwasser, Früchte
Luftfeuchtigkeit: 30-60%
Temperatur: 18-25 °C
Winterruhe: Ja (Oktober bis Ende März)
Nestbeschaffenheit: Erdnester, unter Steinen

Formikarium: Glasbecken „basic“, „farm“, „arena“; Acrylglasflachformikarien
Mindestmaße des Formikariums: 20x10x10 cm mit Anschlussbohrung zur Vergrößerung

Besonderheiten:

Lasius cf. niger ist die klassische Einsteigerart schlechthin. Ihr gut zu beobachtendes natürliches Verhalten und ihre robuste Natur machen sie so beliebt. Lasius niger gräbt gerne Gänge im feuchten Sand. Daher macht die Haltung in einem Glasbecken mit Sandkammer Sinn. Größere Kolonien bilden lange Ameisenstraßen, auf denen sie zu und von ihrer Futterquelle gelangen. In der Natur kann Lasius niger in der Nähe von Blattläusen beobachtet werden. Diese suchen sie auf, um den süßen Nektar (Kot) der Läuse aufzulecken. Den Blattläusen selbst passiert nichts. In einem Terrarium sollte in jedem Fall eine Wassertränke mit stets frischem Wasser stehen, da größere Kolonien viel Flüssigkeit benötigen. Die Überwinterung kann im Keller oder an einem anderen kühlen Ort mit ca. 5 Grad Außentemperatur erfolgen. Ein Volk kann viele Jahre erfolgreich gehalten werden. Die Ameisen sind für den Halter ungefährlich, da sie weder stechen oder spürbar beißen können. Jedoch sollte auf einen guten Ausbruchschutz (Deckel, Talkum, PTFE) geachtet werden, damit sich die Kolonie nicht in den häuslichen vier Wänden einnistet.

Messor barbarus

Name: Messor barbarus
Herkunft: Südspanien
Königin: ca. 15 mm
Arbeiterinnen: ca. 3-10 mm
Nahrung: Körner und Samen diverser Pflanzen (Nachtkerze, Mohn etc.), tote Insekten und Honigwasser
Luftfeuchtigkeit: 50-60%
Temperatur: Zimmertemperatur ausreichend
Winterruhe: Ja (November bis Ende Februar) – Kolonien können auch ohne Winterruhe durchgehalten werden
Nestbau: meist Erdnester, kleine Kolonien unter Steinen


Besonderheiten:

Messor barbarus gehört zu den Ernteameisen. Dass heißt, das sich diese Ameisenart vor allem in den kühleren Jahreszeiten vorwiegend von Körnern und Samen diverser Pflanzen ernähren. Diese werden von den größeren Arbeiterinnen klein gekaut und zu einer Paste („Ameisenbrot“) verarbeitet. Dieses kann gut an die Brut verfüttert werden. Dennoch benötigt Messor barbarus Eiweiß in Form von toten Insekten oder Eiweißgelee. Auch ein Tropfen Honigwasser wird hin und wieder gerne angenommen. Messor barbarus hat sowohl kleine als auch große Arbeiterinnen. Sie legen lange Ameisenstraßen an und lassen sich sehr schön beobachten. Messorarten sollten sowohl einen trockene als auch einen feuchten Nestbereich haben. Die Brut braucht es warm und feucht. Körner werden trocken und kühler gelagert, damit kein Schimmel entsteht. Die Haltung in Gips-, Ytong- oder Acrylnestern klappt hervorragend.

Camponotus nicobarensis

Name: Camponotus nicobarensis
Herkunft: Südostasien
Königin: ca. 12 mm
Arbeiterinnen: ca. 6-11 mm
Nahrung: tote Insekten und Honigwasser
Luftfeuchtigkeit: 50-80% (breites Spektrum)
Temperatur: mind. 24/ max. 28 °C (Arena), in der Nacht ist keine Wärmelampe nötig
Winterruhe: Nein
Nestbau: Nester häufig in verlassenen Hohlräumen, Spalten, aber auch Erdnester und im Holz


Besonderheiten:  Diese Art hat eine schöne Gelb-Orange-Färbung. Die Tiere sind sehr robust und vermehren sich schnell. Die Haltung ist einfach, da sie in verschiedenen Habitaten zurecht kommen. Camponotus nicobarensis hat eine chemische Abwehr, welche in geschlossenen Terrarien bei Neststörung zu riechen ist. Dieser Umstand ist wahrscheinlich der Grund für ihr weniger aggressives Verhalten gegenüber anderen Ameisenarten, sie verlassen sich auf ihre chemische Abwehr. Camponotus nicobarensis ist oft dämmerungsaktiv. Sie sind nahezu Allesfresser und behausen jede erdenkliche Höhle, Spalte und andere Verstecke. Völker von Camponotus nicobarensis sind sehr volkreich und polygyn.